Der Senat ist eines der Fördergremien der Nippeser Bürgerwehr. Seine Mitglieder - überwiegend Unternehmer, Freiberufler oder leitende Angestellte - haben sich unter dem Motto "Fördern und Gestalten" zusammengefunden, um die Gesellschaft mit Ideen, mit Beiträgen, aber auch mit Spenden und persönlichem Einsatz zu unterstützen. Die Freunde im Senat verbindet die Liebe zum Karneval im Allgemeinen und zur Nippeser Bürgerwehr im ganz Besonderen.

 

Die Senatoren treffen sich an jedem ersten Donnerstag im Monat, um über Großes und Kleines zu diskutieren, neue Dinge anzustoßen, zu philosophieren und um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Zusammen mit unseren Damen veranstalten wir eine jährliche Senatsfahrt und zu Beginn der Session eine zünftige Gesellschaftsparty. Vortragsabende und Ausflüge komplettieren die Aktivitäten des Senates außerhalb der Karnevalszeit.

So sind wir heute ein Kreis von Freunden, jeder mit seinen Eigenarten und verbunden durch den Willen, die Nippeser Bürgerwehr als festen Bestandteil des Kölner Brauchtums zu erhalten und zu stärken. Dabei sind wir offen für Neues und freuen uns auch über weitere Mitglieder.

Der Senatspräsident Martin Rosner steht für ein erstes informatives Gespräch gerne zur Verfügung.

Der Senatsvorstand:

  • Martin Rosner - Senatspräsident
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  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - Senatsgeschäftsführer
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 Die Geschichte des Senats

Geld war bei den Nippeser Karnevalisten in den 50er und 60er Jahren immer wieder ein leidiges Thema. Nur mit Mühe hatten sie 1962 das Tanzkorps mit neuen Uniformen ausgestattet. Der Betrag für Röcke, Hosen und einige neue Helme betrug über 3.100 Mark. „Eine Summe die erst einmal wieder beigeschafft sein wollte", heißt es in einer vom damaligen Archivar Jakob Merzenich erarbeiteten Zusammenfassung der Gesellschaftsgeschichte. Das 60-jährige Bestehen ein Jahr später „konnte man leider durch die finanziellen Misere nicht so feiern wie man es wohl gerne getan hätte", beklagt Merzenich weiter. Begründet wurde das mit dem „Fehlen eines finanzstarken Senats". Nicht dass die KG keinen Senat gehabt hätt. Schon vor dem Krieg ist in Aufzeichnungen von einem Senatspräsidenten Karl Eckert die Rede, der 1929 gleichzeitig als Literat die Programme bei der närrischen Bürgerwehr zusammenstellte.

Aller Wahrscheinlichkeit nach ging mit der Umbenennung in eine „Närrische Bürgerwehr" auch die Gründung eines Senats einher, der aber in die Gesellschaft integriert war. Ausgesprochene Senatoren gab es zunächst keine.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die KG sehr schnell Freunde und Gönner, doch ein organisierter und leistungsfähiger Senat fehlte. Ein Mitglied namens Schürmann wurde 1950 zum Senatspräsidenten gewählt – allerdings war es wiederum ein Senat ohne Senatoren. Hier war die finanzielle Lücke, die KG stoppte.

Es musste überall gespart werden, auch bei den Programmkosten für die Sitzungen. Als Georg Steinmetz 1951 die Geschicke des Senats übernahm, wurde das kurzzeitig anders. Zum goldenen Jubiläum der KG im Jahr 1953 überreichte er der KG eine von acht Senatoren – Josef Breuer, Oskar Enderst, Fritz Kött, Jakob Kurth, Friedrich Lersch, Fritz Stein, Georg Steinmetz sowie Ursula Kaiser – gestiftete Standarte.

Erst 1968 erfuhr der Senat seinen Aufschwung. Auf einer Vorstandsitzung am 25. Mai 1968 nahm der „Ruf nach einem Senatspräsidenten – Georg Steinmetz hatte dieses Amt schon lange nicht mehr versehen – konkrete Formen an", hieß es in Merzenichs Zusammenfassung.

Hans Stahl – gerade frisch in die Gesellschaft eingetreten – wurde schließlich am 30. Oktober 1969 einstimmig gewählt. Allerdings gehörten auch zu diesem Zeitpunkt dem Senat gerade mal zehn Mitglieder an. Senatspräsident Hans Stahl, sein Vize Gregor Katterbach, Senatsschriftführer Horst Lülsdorf und Senatskassierer Herbert Glesius bildeten den ersten Vorstand, der sich ab sofort für die Belange der Mitglieder einsetzen wollte.

Allmählich warf sich Hans Stahl in seine neue Aufgabe. Nur durch die Unterstützung des Senats war es der Nippeser Bürgerwehr möglich, 1970 am Rosenmontaszug teilzunehen – in der Gruppe 16 mit dem Festwagen „Im Stil der neuen Zeit", mit 28 Hippie Mädchen und Playboys verkleideten Mitgliedern der Wache.

Zwei Jahre später holte Stahl zum großen Wuf aus: Das von ihm ins Leben gerufene Senatsfest am 30. September 1972 im Senatshotel war ein ganz besonderes, vor allem gesellschaftlich repräsentatives Ereignis innerhalb der KG. Die gesamte Geschäftswelt von Nippes und darüber hinaus, soweit sie der Bürgerwehr verbunden war, hatte sich bei freiem Eintritt eingefunden. Jede Dame erhielt am Eingang eine Rose, zwei Kapellen spielten zum Tanz auf, und es wurde ein erstklassiges Programm geboten, darunter Grimassenschneider Mircea Krishan, klassische Gesellschaftstänze einer Tanzschule sowie die Schlagersänger Cindy und Bert. Eintritt hatte der Senat nicht erhoben – allerdings überstieg das Spendenaufkommen an diesem Abend alles, was die Bürgerwehr von ihren Sitzungen bisher gekannt hatte.

Bis 1982 führte Hans Stahl die Belange des Senats – und hatte die Nippeser Bürgerwehr die Unterstützung, die ihr früher so fehlte. Auf Stahl folgten Dr. Fritz Gläser, Walter Hoffmann, Wilfried Junggeburth und Heinz Bernd. Derzeitiger Senatspräsident ist Martin Rosner.