„Em Golde Kappes“ Neusser Straße 295 in Köln-Nippes, an der Tür des Brauhauses steht: „Sonntag Ruhetag“. Von innen ist der „Appelsinefunkemarsch“ zu hören. Männer in Orange und Weiß streben durch die offene Türe. Die Nippeser Bürgerwehr – liebevoll im Zweitnamen Appelsinefunke genannt – haben an diesem Sonntag zum Stammtisch geladen.

11.00 Uhr der Präsident Dietmar „Didi“ Broicher eröffnet den ‚Tag und kündigt hochrangige Auftritte auch an diesem Tag an.

Hans Süper, zwei Mikrofone, ein Miniverstärker, also fast unplugged und eine Flitsch, leicht jazzig gespielt. Dazu „Ich bin ne kölsche Jung“ leise mit Betonung auf jeder Silbe, interpretiert gesungen wie eine gut erzählte Story, das durften heute die Gäste und die Mitglieder der Kölner Karnevalsgesellscharft Nippeser Bürgerwehr live erleben. Mucksmäuschenstille im Brauhaus und die gestandenen Männer blickten weit in die Ferne, oder zurück in ihre Erinnerungen. Süper witzelte und trug Lieder vor, die er selbst anno dazumal gesungen hatte, aber auch ein Lied, dass sein Vater Hans Süper Senior mit dem Quartett „De Vier Botze“ interpretierte.

 

Dann die große Überraschung: die KKG Nippeser Bürgerwehr zeichnet Hans Süper mit dem „Goldene Kappes“ aus. Die Laudation hielt der Preisträger des Jahres 2011 Bernd Stelter. Stelter lobte die Frechheit und Schläue mit der Süper auf der Bühne die Menschen begeistert habe und setzte ihn, als „Clown“, der die Menschen zum Lachen bringe in eine Liga mit Größen wie Charlie Rivel, wäre Süper in den Zirkus und nicht in den Kölner Karneval gegangen. Süper habe in Köln Spuren hinterlassen, so sei seine Figur eine Stockpuppe im Hänneschen Theater, der WDR würde noch bis 2166 Süper Filmdokumente wiederholen, orakelte Stelter, der auch an die Biografie Süper´s „Mein Leben mit der Flitsch“ erinnerte.

Die Verleihung des Goldene Kappes führte Hans Süper an eine seiner ersten Wirkungsstätten zurück. Mit seinem Bruder „Charly“ hatte er im ersten Stock des Brauhauses seine ersten Auftritte, damals als die zwei „Schnürreme“.

Standing Ovation von allen Gästen und Mitgliedern und Stimmen wie „ich könnte den noch Stunden lang zuhören kamen von allen Besuchern. Nach der Verleihung servierten die Köbes Äazezupp met Röggelche und Kölsch und manch nette Geschichte von damals und heute wurde ausgetauscht.