1903 zunächst als Große Nippeser Karnevalsgesellschaft Närrische Bürgerwehr gegründet, sind die Appelsinefunke mit den orangen Uniformen das einzige Korps, das noch das Heimatveedel im Namen trägt. 1937 ist die KG erstmals im Rosenmontagszug mitgelaufen, und seit 1960 findet die Eröffnung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht um 9.11 Uhr auf dem Wilhelmplatz statt. Dreimal hat die Bürgerwehr bereits das Dreigestirn gestellt: 1978, 1993 und 2003.

Wer 111 Jahre alt wird, der darf ausgelassen feiern, und man kann sagen, so etwas hat es in Nippes noch nicht gegeben. In einer Art Sternmarsch zogen nacheinander alle neun Traditionskorps des Kölner Karnevals vom Wilhelmplatz aus zu einer Bühne, die die Nippeser Bürgerwehr in Höhe des Brauhauses „Em Golde Kappes" auf der Neusser Straße aufgebaut
hatte. In feierlichem Aufmarsch – jeweils mit Musikzug und Tanzkorps – gratulierten die Ehrengarde und das Reiterkorps Jan von Werth, die Altstädter, die Bürgergarde Blau-Gold, die Prinzen-Garde, die Treuen Husaren sowie die Blauen Funken und die Roten Funken der Bürgerwehr zu ihrem 111. Geburtstag.

Zwei befreundete Musikgruppen steuerten beim Sternmarsch kölsche Töne und viel Gesang bei: Kläävbotze und Neppeser. Bürgerwehrkommandant Markus Lambrecht und Vizepräsident Gerd Düren führten an diesem Abend durch das Programm. Eine Überraschung gab es zum Abschluss von den Roten Funken. Die kamen mit einem Feuerwehrwagen und verteilten Erbsensuppe an die Zuschauer. Es war fast, als hätten wir in dieser Session den Straßenkarneval schon im Januar gefeiert