Mit unserer ersten Prunksitzung starteten wir am Samstag, dem 25. Januar 2014, um 19.45 Uhr im großen Sartory-Saal in den Sitzungskarneval der Session. Gleich zu Beginn der Veranstaltung zog mit der KKG Nippeser Bürgerwehr von 1903 e. V. das Kölner Dreigestirn der Session 2014 auf. Präsident Dietmar „Didi" Broicher freute sich über ein bestens gelauntes Publikum im ausverkauften Saal und führte gewohnt souverän durch ein sehr anspruchsvolles karnevalistisches Programm. Zu den Besuchern zählten auch zahlreiche prominente Gäste. So wurde mit besonderer Freude Oberbürgermeister Jürgen Roters begrüßt, dem eine besondere Ehre zuteil wurde. Präsident Dietmar „Didi" Broicher beförderte ihn unter großem Applaus zum Ehrenmajor der Nippeser Bürgerwehr. Danach gaben sich hochkarätige Showgrößen wie die Höhner, Wicky Junggeburth, Dä Blötschkopp, Querbeat und die Altstädter Köln die Klinke in die Hand. Als kölscher Schutzmann gelang es Jupp Menth zu später Stunde, den Saal zu begeistern. In seiner launigen Büttenrede hielt er der Gesellschaft, der Politik und der Kirche auf humorvolle Weise einen Spiegel vor. Das Publikum applaudierte und verabschiedete Jupp Menth nach einer Zugabe mit Standing Ovations. Danach kamen die Domstürmer, Bernd Stelter und die Klüngelköpp zumgrandiosen Finale auf die Bühne. Damit war aber noch lange nicht Schluss, denn die Foyer-Party mit DJ dauerte bis in den frühen Morgen hinein. So konnten alle schon bei der ersten Prunksitzung erleben, dass die Nippeser Bürgerwehr mit 111 Jahren kein bisschen l/weise ist. Bilder der Prunksitzung in unserer Galerie.

1903 zunächst als Große Nippeser Karnevalsgesellschaft Närrische Bürgerwehr gegründet, sind die Appelsinefunke mit den orangen Uniformen das einzige Korps, das noch das Heimatveedel im Namen trägt. 1937 ist die KG erstmals im Rosenmontagszug mitgelaufen, und seit 1960 findet die Eröffnung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht um 9.11 Uhr auf dem Wilhelmplatz statt. Dreimal hat die Bürgerwehr bereits das Dreigestirn gestellt: 1978, 1993 und 2003.

Wer 111 Jahre alt wird, der darf ausgelassen feiern, und man kann sagen, so etwas hat es in Nippes noch nicht gegeben. In einer Art Sternmarsch zogen nacheinander alle neun Traditionskorps des Kölner Karnevals vom Wilhelmplatz aus zu einer Bühne, die die Nippeser Bürgerwehr in Höhe des Brauhauses „Em Golde Kappes" auf der Neusser Straße aufgebaut
hatte. In feierlichem Aufmarsch – jeweils mit Musikzug und Tanzkorps – gratulierten die Ehrengarde und das Reiterkorps Jan von Werth, die Altstädter, die Bürgergarde Blau-Gold, die Prinzen-Garde, die Treuen Husaren sowie die Blauen Funken und die Roten Funken der Bürgerwehr zu ihrem 111. Geburtstag.

Zwei befreundete Musikgruppen steuerten beim Sternmarsch kölsche Töne und viel Gesang bei: Kläävbotze und Neppeser. Bürgerwehrkommandant Markus Lambrecht und Vizepräsident Gerd Düren führten an diesem Abend durch das Programm. Eine Überraschung gab es zum Abschluss von den Roten Funken. Die kamen mit einem Feuerwehrwagen und verteilten Erbsensuppe an die Zuschauer. Es war fast, als hätten wir in dieser Session den Straßenkarneval schon im Januar gefeiert

Der Büttenmarsch der KKG Nippeser Bürgerwehr von 1903 e.V. wurde am 14. Januar 1950, zur ersten Sitzung der Bürgerwehr nach dem Kriege im Agnes-Haus Weißenburgerstraße, uraufgeführt. An diesem Tag wurde auch Willi Ball als Präsident eingeführt. Zu dem Text, der aus der Feder des damaligen zweiten Schriftführer Fritz Stein stammte, kompinierte Toni Steingass die Musik. Nach 63 Jahren - zum 111jährigen Jubiläum - wurde eine Fassung mit der ersten und dritten Strophe in einem Tonstudio gesungen von "De Neppeser" mit Unterstützung eines Bürgerwehrchor neu aufgenommen. Über den QR Code steht dies hier zum download bereit.

Der Start in die Jubiläumssession sollte zu etwas Besonderem werden. Anders sollte er sein und dabei helfen, anderen Gutes zu tun.

Und es war in der Tat ein mehr als gelungener Start in die 111. Session, die der KKG Nippeser Bürgerwehr von 1903 e. V. in der Kulturkirche Köln-Nippes eröffnete. Die „Appelsinefunke“, wie man die Gesellschaft in Köln auch nennt, hatten zu ihrer Benefizveranstaltung eine Reihe namhafter Kölner Künstler eingeladen, die an diesem Abend in großer Zahl erschienen. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Thomas Diederich von der Kulturkirche Köln übernahm Präsident Dietmar „Didi“ Broicher das Wort, um durch das Programm zu führen. Hans-Josef Mies, Felddiakon der Gesellschaft, hielt die Festrede, in der er auf amüsante Art vom Leben und den Aktivitäten in den verschiedenen Teilen der Gesellschaft zu berichten wusste und zu der Schlussfolgerung kam, die KKG Nippeser Bürgerwehr sei eine stolze Gesellschaft. Zum Start in den Abend luden „De Neppeser“ zum Mitsingen ein. Danach begeisterte Jupp Menth als „Ne kölsche Schutzmann“ die ausverkaufte Kulturkirche mit einer sensationellen Rede, in der er über die Politik, die Kirche und die Stadt Köln in seiner typischen kölschen Art alles das sagte, was schon lange einmal gesagt werden musste.

Radio KölnJeden Sonntag von 21.00 bis 24.00 Uhr sendet Radio Köln 107,1 "Kölsch un Jot" die beste Kölsche Musik. Am 29. September 2013 waren bei Lukas Wachten zu Gast in der Sendung unser Präsident Dietmar "Didi" Broicher und unser Pressesprecher Erich Ströbel. Hier der Mitschnitt des Gespräches. Quelle: Radio Köln - 107,1

Mit dem 193. Schuss wurde Harald Lehman am 08. September 2013, zum vierten Mal in der Geschichte der Kölner Karnevalsgesellschaft Nippeser Bürgerwehr von 1903 e.V. Bürgerwehrkönig. Ausgetragen bei den St. Stephanus Schützen in Köln-Weidenpesch.

Herzlichen Glückwunsch!

 

Die KKG Nippeser Bürgerwehr von 1903 e. V. hat keineswegs eine neue Zeitrechnung eingeführt. Trotzdem wurden ihre Mitglieder am vergangenen Samstag in großer Uniform und mit dem gesamten Spielmannszug auf der Neusser Straße gesichtet. Dafür, dass die Mitglieder der Gesellschaft die Uniform ausnahmsweise im Sommer aus dem Schrank geholt hatten, gab es einen besonderen Grund. Das Stammlokal Em Golde Kappes der Gesellschaft feierte sein 100-jJähriges Jubiläum. Und bei solch einem Anlass ließ es sich die Gesellschaft nicht nehmen, um 18 Uhr mit Pauken und Trompeten zünftig zu gratulieren – begleitet von der Wache und den Offizieren. Dabei stellten viele fest, dass man wohl auch im Sommer Karneval feiern könnte.

Fotos in der Galerie.